Hotel Bären & Restaurant König im Bären in Wiesbaden

Hotel Bären
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Regenwassernutzung

Seit Mitte des Jahres 1999 verfügt der "Bären" über eine Anlage zur Regenwassernutzung. Wir haben dieses Projekt nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Umsetzung der "Agenda 21" in Angriff genommen, es haben auch handfeste ökonomische Gründe eine nicht unwesentliche Rolle gespielt.

Zunächst jedoch sollen in der ersten Ausbaustufe mit dieser Anlage Erfahrungen gesammelt werden. Wir werden neben einer Verbrauchserfassung (für die momentan noch wenigen Verbraucher) auch Parameter wie die Wartungsintensität der Anlage, den Reinheitsgrad des Wassers (erhöhter Reinigungsaufwand?) und Ertrag der entwässerten Flächen auswerten.

Daraus werden wir den betriebswirtschaftlichen Nutzen ableiten können und zudem fundierte Kenntnisse für den weiteren Ausbau der Anlage in Bezug auf Kapazität, Verbrauch und Ausfallsicherheit gewinnen.

In unserem Hause sind auf Anhieb sofort zwei Bereiche mit großem Trinkwasserverbrauch auszumachen, die sich für eine Substitution durch Regenwasser eignen. Dies sind zum einen die Toilettenspülungen und zum anderen die Waschmaschinen in unserer hauseigenen Wäscherei.

Sammeln

Wir leiten von etwa der Hälfte der gesamten Dachfläche des Hotels das Regenwasser im Innenhof zusammen. Dort sind die Fallrohre verschiedener Dächer und Teildachflächen umgeleitet so dass das Wasser über 2 Kiesfilter (in der linken Ecke des Innenhofes) in den Keller geleitet wird (Leitungsverlauf über Decke Toiletten EG, dann in den Kellerraum b. d. WW-Boilern, von dort in den "Abwasserkeller"). Neu dazugekommen ist die Einleitung der Klarspülwässer aus unseren Waschmaschinen, die auch über die Filter in die Sammeltanks geleitet werden.

Speichern und verteilen

Die Anlage besteht aus 2 Wassertanks, die untereinander verbunden sind. Über den Regenwasserzulauf wird zuerst der rechte (mit "beruhigtem Einlauf"), dann der linke Tank gefüllt. Der Überlauf geht in den Keller des KIB. Dort ist auch ein Geruchsverschluß installiert. Die Frischwassernachspeisung erfolgt, elektronisch geregelt, bei niedrigem Wasserstand. Die Wasserentnahme erfolgt über zwei Saugleitungen mit Filterkorb zu den Pumpen. Von dort über die Verteilungen an die einzelnen Verbraucher. Eine Kontrolle des Verbrauchs (Amortisation, Effizienz) erfolgt über die im Frischwasserzulauf und verbrauchsseitig eingebauten Wasserzähler.

Ausblick

Gästezahlen und Wasserverbrauch:

Jahr Gäste Belegung Wasser Bemerkungen
1994 10.588 50,0 % 3014 m³
1995 11.591 55,0 % 3560 m³
1996 11.178 52,8 % 3391 m³
1997 12.575 59,0 % 3361 m³ Waschbecken und Brausen umgerüstet
1998 11.834 56,0 % 3196 m³ Toilettenspülungen umgerüstet
1999 12.054 57,7 % 3112 m³ seit Juni Regenwassernutzung in Betrieb
2000 12.342 58,0 % 3001 m3
2001 12.092 57,9 % 2698 m³ ab August 23 Toiletten angeschlossen
2002 10.354 47,9% 2394 m³ ab August weitere 19 Toiletten angeschlossen
2003 9.812 45,0 % 2401 m³

Eingesparte Frischwassermengen durch Verwendung von Regen- und Grauwasser

  • 2000: 150 m³
  • 2001: 193 m³
  • 2002: 329 m³
  • 2003: 356 m3
  • 2004: 347 m3

Wasserpreise pro m³:

  • 1999: Frischwasser 5,60 DM, Abwasser 4,12 DM
  • 2000: Frischwasser 5,10 DM, Abwasser 4,12 DM
  • 2001: Frischwasser 2,61 €, Abwasser 2,44 €

Investitionskosten der Anlage (bei gegenwärtigem Ausbaustand):

  • Behälter und Filter: 1600,00 €
  • Nachspeisung: 140,00 €
  • Pumpen: 600,00 €
  • Leitungen und Anschlüsse: pro Verbraucher ca. 100,00 €