Hotel Bären & Restaurant König im Bären in Wiesbaden

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Wasserrückgewinnung

Ziel bei der geplanten Wasserrückgewinnungsanlage war es, bei Rückgführung des Wassers der letzten zwei Spülgänge und des Schleuderganges aus den Waschmaschinen einen so großen Teil sauberen Wassers zurückzugewinnen und der Regenwasseranlage des Hotels soviel überschüssiges Wasser zuzuführen, daß eine Nachspeisung von Frischwasser nicht nötig ist. Dadurch soll auch die geplante Erweiterung der Regenwasseranlage auf die doppelte Kapazität möglich und wirtschaftlich werden. Als besonderen Vorteil verhält sich die Menge des zurückgewonnenen Wassers aus den Waschmaschinen proportional zur Gästezahl und damit auch proportional zum Verbrauch des Grauwassers auf den Gästetoiletten.

Wenn man rechnet, daß aus den beiden Klarspülgängen und dem Schleudergang der Waschmaschinen konservativ gerechnet 60 l Wasser wiedergewonnen werden können, so ergibt sich bei durchschnittlich 5 Waschgängen am Tag eine jährliche Einsparung von Trinkwasser in Höhe von 108 m³ bei Wasserpreisen von ca. € 5,00 eine Ersparnis von ca. € 500,00.

Realisation

Um möglichst wenig technische Eingriffe in der Maschine vornehmen zu müssen, hatten wir uns zunächst für unser sogenanntes "Pumpmodell" entschieden. Durch eine elektrische Schaltung sollten 2, dem Ablauf nachgeschaltete Pumpen Lauge und Spülwasser in getrennte Abläufe leiten.

Die Schwierigkeiten dieses Modells lagen bei der Konstruktion der elektrischen Schaltung (Schaltpläne z.T. unrichtig) und in der geforderten Pumpenleistung, die sehr teure Pumpen nötig gemacht hätten.

Wir entschlossen uns nun doch, die ganze technische Apparatur direkt in der Waschmaschine zu realisieren und entwickelten das sogenannte "Nockenmodell". Ausgehend von der Tatsache, daß das in der Maschine vorhandene Ablaufmagnetventil von einem Steuerstrom zum jeweiligen Zeitpunkt geöffnet wird, wollten wir durch Einbau eines zweiten, "gleichberechtigten" Ventils, die Spülgänge abtrennen. Die originalen Ventilsteuerimpulse mußten so nur zur rechten Zeit auf das zweite Ventil umgeleitet werden.

Dies erreichten wir, indem wir auf die Welle des Programmablaufschalters eine Nockenscheibe aufsetzten. Die Nocke betätigt einen Wechselschalter, der jeweils eines der Ventile ansteuert.

Fazit

Durch den vermehrten Zulauf der Klarspüllauge konnte keine Verschlechterung der Wasserqualität in den Tanks beobachtet werden. Die vorgeschalteten Kiesfilter jedoch bereiten durch zu schnelles Zusetzen momentan noch Probleme.